International Life Cycle Conference 2021

Partnervermittlung für gebrauchte Elektronik

Die LCM (Life Cycle Management) Konferenzreihe ist eines der weltweit führenden Foren für ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit. In der Pre-Week stellt das Wissenschaftsteam von EffizientNutzen in einem Poster-Pitch Herausforderungen für eine digitale Kaskadennutzung vor: Abstimmung von Angebot und Nachfrage in der Kreislaufwirtschaft inklusive einer ganzheitlichen Zustandsbewertung. Wer sind die Stakeholder für ein digitales Matchmaking in der Circular Economy?

Veröffentlichung zur LCM 2021  Matching the Supply and Demand within the Circular Economy Poster LCM2021 

Nutzungsverlängerung durch Reparatur – Strategie zur Abfallminimierung

Nutzungsverlängerung als Strategie zur Abfallminimierung 

Die Kriterien, die Nutzer bei ihrer Entscheidung für die Reparatur eines Gerätes alternativ zum Kauf eines Neugeräts zugrunde legen, wurden bisher nur in wenigen Untersuchungen erforscht. Der Fachbeitrag von Konsortiumsmitglied Klaus Hieronymi neben Justus Hieronymi und Prof. Dr. Martin Faulstich schaut sich die Reparatur als wichtigen Baustein in einer Kreislaufwirtschaft aus dieser Perspektive an.

Link Fachartikel Müll und Abfall 11/2020

„EffizientNutzen“ repariert Unterhaltungselektronik in Praxisstudie

Reparieren statt wegwerfen ist das Ziel

Forschungsprojekt „EffizientNutzen“ repariert Unterhaltungselektronik in Praxisstudie

Fernseher, Spielekonsolen oder Hifi-Geräte: Elektronikgeräte gehen entweder vorzeitig kaputt, lassen sich nicht oder nur teuer reparieren. Das wollen die Forschungspartner des BMBF-geförderten Verbundforschungsprojektes „EffizientNutzen“ ändern. Darum suchen sie ab sofort wieder defekte Geräte, die auf www.effizientnutzen.de zur herstellerunabhängigen Reparaturstudie registriert werden können: Reparieren statt wegwerfen ist das Ziel.

Das EU-Recht auf Reparatur zeigt zwar in die richtige Richtung, gilt jedoch nicht für Unterhaltungselektronik. Obwohl hier viel Potenzial steckt: Denn wenn es um Elektromüll in Deutschland geht, steht Unterhaltungselektronik an vierter Stelle (Quelle: UBA) – und der Verkaufsmarkt wächst weiter rasant. Allein Videospielkonsolen legten im Jahr 2020 um 17,6 Prozent zu. (Quelle Statista/gfu/hemix).

Kundenaspekte: Reparaturkosten und Umwelt

Der erste Teil der Praxisstudie von EffizientNutzen konnte zeigen, dass Reparieren von Unterhaltungselektronik möglich ist, jedoch nicht einfach: Rund 65 Prozent der eingesendeten Produkte waren nach der Reparatur wieder betriebsfähig. Doch eines machte eine begleitende Umfrage im Rahmen des Forschungsprojekts auch klar: „Für Verbraucherinnen und Verbraucher, die ein Gerät zur Reparatur geben möchten, sind neben Umweltaspekten die Kosten der final entscheidende Punkt“, so Dr. Andreas Wenda, Entwicklungsleiter für die Aufarbeitung und Reparatur von Automobilelektronik im Bosch Electronic Service, die in Hildesheim die Reparaturversuche durchführen. Deshalb wird im zweiten Teil untersucht, wie Kosten für eine Reparatur minimiert werden können. Ein wichtiger Beitrag für eine verlängerte Gebrauchsdauer von Elektronikgeräten. Für die Forschungspartner soll am Ende eine – auch in Hochlohnregionen funktionierende – datenbasierte Entscheidungsunterstützung für ein wirtschaftliches Reparatursystem stehen.

Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer willkommen

Verbraucherinnen und Verbraucher, die ein defektes Gerät besitzen und sich bereit erklären, an Befragungen teilzunehmen, können sich an der markenunabhängigen Reparaturstudie des Forschungsprojekts „EffizientNutzen“ beteiligen. Details und Registrierung auf der Webseite:

https://www.effizientnutzen.de/angebot/

Über das Forschungsprojekt “EffizientNutzen”:
EffizientNutzen“ ist ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, das darauf abzielt, die Lebens- und insbesondere Nutzungsdauer von Elektronik- und Elektroprodukten signifikant zu erhöhen. Hierfür müssen Anforderungen an Kreislaufwirtschaftskonzepte, Reparatur- und Neuvermarktungsstrategien auf ihre ökonomischen und ökologischen Vorteile hin bewertet und effizient miteinander verknüpft werden. Reparatur als Dienstleistung und die Neuvermarktung gebrauchter Produkte im Rahmen von Produkt-Service-Systemen spielen hierbei eine zentrale Rolle.
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Innovative Produktkreisläufe“ (ReziProk) innerhalb des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA).
Projektpartner: Technische Universität Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) und Institut für Automobilwirtschaft und Industrielle Produktion (AIP); Technische Universität Clausthal Institute for Software and Systems Engineering (ISSE); Robert Bosch GmbH, TEQPORT Services GmbH; Circular Economy Research (CER); RITTEC Trade + Consulting GmbH & Co. KG.

Koordination: RITTEC Trade + Consulting GmbH & Co. KG

Diese Pressemitteilung vom 22.04.2021 können Sie hier als PDF oder als reine Textdatei herunterladen.

Pressekontakt
RITTEC Trade + Consulting
GmbH & Co. KG
Barbara Vieths
Feldstraße 29
21335 Lüneburg
T +49 (0) 4131 408 55 44
E-Mail vieths(at)rittec-trade.eu

Fachpublikation EGG+ Konferenz 2020

Interdisziplinärer Rahmen für die Kaskadennutzung

Trotz steigenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit werden Produktlebenszyklen elektronischer Produkte immer kürzer. Konsumenten folgen weiter einer traditionellen, linearen Wirtschaftshaltung die grundsätzlich nicht nachhaltig ist: Herstellen, Verwenden, Entsorgen.

EffizientNutzen stellt einen Bezugsrahmen für industrielle Entscheidungsträger vor: Ziel, die Produktlebensdauer von Elektronik durch innovative Kaskadennutzung zu verlängern.

Veröffentlichung zur EGG 2020+  „Efficient Use – An interdisciplinary framework towards the cascade use of electronics“  (PDF)

Runder Tisch Reparatur zu Ökodesign-Regeln

Neue Ökodesign-Regeln: „Noch kein Recht auf Reparatur“

Seit März sind die neue Ökodesign-Vorschriften für die Reparierbarkeit von einigen Geräten in Kraft. Das bedeutet leider noch nicht, dass wir ein Recht auf Reparatur haben, schreibt der Runde Tisch Reparatur auf seiner Webseite.

Lesen Sie weiter auf der Webseite vom Runden Tisch Reparatur: Neue Ökodesign-Regeln: Warum wir trotzdem noch kein Recht auf Reparatur haben